Was ist die Herzratenvariabilität (HRV)?

Was eine Pulsmessung ist, weiß fast jeder – die durchschnittliche Anzahl an Herzschlägen pro Minute. Hört/Spürt man jedoch etwas genauer in sich hinein, fällt auf, dass das Herz auch innerhalb dieser Minute seine Geschwindigkeit verändert. Dabei reagiert das Herz auf verschiedenste Einflüsse von innen und außen. Es schlägt schneller oder langsamer, je nachdem ob man ein- oder ausatmet und ist abhängig von Faktoren wie Alter, Trainingszustand, Tageszeit oder auch medikamentöser Behandlung. Die Herzratenvariabilität beschreibt dabei, wie sich die Zeitabstände von einem Herzschlag zum nächsten im Zeitverlauf verändern. Die Anpassungsfähigkeit der Herzrate erlaubt dabei Rückschlüsse auf den globalen Gesundheitszustand eines Menschen.

Was macht die Herzratenvariabilität so besonders?

In den letzten Jahren hat HRV zunehmende Aufmerksamkeit im Rahmen wissenschaftlicher Studien erfahren und sich dabei als relevanter Einflussfaktor bei der Wirkung von Therapie- und Trainingsmethoden herauskristallisiert. HRV nimmt dabei nicht nur Einfluss auf das körperliche Schmerzempfinden (durch Entsäuerungsprozesse), sondern steht zugleich in direkter Verbindung mit dem vegetativen Nervensystem und damit der geistig-gesteuerten Emotionsregulierung. Genauer erlaubt HRV eine Anpassung von Sympathikus (körperliche Aktivierung) und Parasympathikus (körperliche Entspannung) und fördert dabei die geistig-körperliche Resilienz durch das Ausbalancieren beider Systeme.

Über das genannte Wirkungsgefüge steht HRV als Körperfunktion in direkter Verbindung mit der körperlichen als auch geistig-emotionalen Variabilität des Menschen. So verwundert es kaum, dass HRV als zentraler Einflussfaktor im Umgang mit Stress identifiziert werden konnte. Genauer zeigt sich eine Reduktion der Herzratenvariabilität, wenn der Körper langanhaltendem Stress ausgesetzt ist. Im Gegenzug kann durch Steigerung der Herzratenvariabilität im Zuge eines HRV-Trainings der Umgang mit Stress und die Regeneration des Körpers verbessert werden. Interessant ist dabei, dass das rein körperliche Atem-Training nicht nur zur Schmerzreduktion beitragen, sondern zugleich die geistige und emotionale Flexibilität steigern kann. Grundlegend verweisen wissenschaftliche Studien auf zahlreiche positive Wirkungen derartiger Atem-Kohärenz-Übungen. So bspw. auf:

  • Das Immunsystem
  • Das Herz-Lunge-Kreislaufsystem
  • Das Hormonsystem
  • Das Vegetative und zentrale Nervensystem
  • Das Muskelsystem
  • u.v.m.

Was passiert beim HRV-Training?

Im Rahmen eines HRV-Trainings findet eine systematische Regulation der Atmung statt. Technische Unterstützung durch HRV-Messgeräte kann den persönlichen Trainingserfolg optimieren. Beim Ausatmen gibt der Mensch verbrauchte, säurehaltige Luft (CO2) ab. Wenn wir also langsam und tief atmen, entsäuern wir und gelangen in ein basisches Milieu. Dieses reduziert das – im säurehaltigen Milieu ausgeprägte – Schmerzempfinden. Gleichzeitig wird durch die langsame und tiefe Atmung der Parasympathikus unseres vegetativen (oder autonomen) Nervensystems gestärkt und sympathisch-stimulierte Irritationen schmerzhafter Triggerpunkte deaktiviert. Daneben senkt regelmäßiges HRV-Training den Cortisol- und Adrenalinspiegel und stimuliert gleichzeitig den Dopamin-, Serotonin- und DHEA-Spiegel.

Einsatz des Stress-ReleaZer® und Fascia-ReleaZer®

Mithilfe des Stress-ReleaZer oder Fascia-ReleaZer kann das HRV-Training ganz einfach durchgeführt werden. Dabei basieren die Funktionen beider ReleaZer auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, wie die HRV am besten trainiert und das Zwerchfell stimuliert werden kann. Der Stress-ReleaZer verknüpft dabei das Atemrhythmus-Training mit weiteren nachweislich wirksamen Stimulationen durch Licht, Wärme und binauralen Tönen. Wissenschaftliche Studien belegen, dass ein Atemrhythmus von 5,5 Atemzyklen pro Minute die HRV am besten trainieren. Die beiden ReleaZer helfen mit Vibration und Musik diesen Rhythmus einzuhalten und stimulieren zusätzlich das Zwerchfell.